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22.04.2010
Jemgum: Umweltminister lobt Engagement von EWE

Gasspeicherprojekt Jemgum verbinde Wirtschaft und Umweltschutz

Oldenburg. Über das Erdgasspeicherprojekt im ostfriesischen Jemgum hat sich der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander am Donnerstag, 
22. April, vor Ort informiert – zusammen mit weiteren Gästen aus Politik und Wirtschaft. Er folgte einer Einladung von Dr. Thomas Neuber, dem EWE-Vorstand für Beschaffung und Produktion.

EWE machte bei diesem Termin deutlich, dass das Projekt unter strengen Umweltschutzauflagen realisiert werde. Diese resultierten unter anderem aus der Tatsache, dass das zukünftige Speichergelände unmittelbar an ein europäisches Vogelschutzgebiet grenze. EWE-Gesamtprojektleiter Ralf Riekenberg stellte heraus, dass EWE die Auflagen über das geforderte Maß hinaus berücksichtige. „Dazu gehört unter anderem, dass das Frischwasser, mit dem die Kavernen ausgespült werden, mit Rücksicht auf Fische nicht angesaugt, sondern in freiem Gefälle der Ems entnommen wird. Darüber hinaus finden Nachtarbeiten unter ökologischer Beleuchtung statt. Außerdem stehen alle Arbeiten unter der Aufsicht eines Biologen“, erläuterte Ralf Riekenberg. Er machte zudem darauf aufmerk-sam, dass EWE das bei der Herstellung der Kavernen anfallende salzhaltige Wasser gut 40 Kilometer entfernt bei Rysum in die Nordsee leitet und nicht – wie ursprünglich geplant und genehmigt – in die Ems im nahegelegenen Ditzum.

Der Umweltminister nannte das Projekt eine „gelungene Verbindung von Wirtschaft und Umweltschutz“. „EWE macht mit diesem Projekt deutlich, dass industrielle Großprojekte und der Schutz der Umwelt sehr wohl Hand in Hand gehen können“, so Sander.

Mit Blick auf die anstehende Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes vertrat Thomas Neuber folgende Position: Er plädierte dafür, im deutschen Gasspei-chermarkt das System beizubehalten, dass Speicherbetreiber bei der Vermietung von Speicherkapazitäten die Konditionen mit dem Kunden aushandeln können. Neuber sprach sich damit deutlich gegen eine staatliche Regulierung der Speichervermietung aus. „Eine Entscheidung zugunsten der Regulierung würde das Investitionsklima im Gasspeichermarkt erheblich verschlechtern, was sich wiederum negativ auf die deutsche und europäische Versorgungssicherheit auswirken würde“, so Neuber.



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