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07.07.2010
Jemgum: EWE startet Bauarbeiten für Gasbetrieb

Gründungsarbeiten durch Bingumer Spezialfirma / Traditioneller Bockhorner Klinker wird nachgebildet / Projekt im Zeitplan

Oldenburg, 7. Juli 2010. „Die Arbeiten unter der Erde – der Kavernenbau nämlich – sind ja bereits in vollem Gange, in Kürze starten wir aber auch den Bau der obertägigen Einrichtungen, über die wir ab April 2013 das Erdgas in die Kavernen einspeichern, die so genannten Gasbetriebseinrichtungen. Damit liegen wir insgesamt voll im Zeitplan“. Dies erklärte EWE-Gesamtprojektleiter Ralf Riekenberg am Mittwoch, 7. Juli, auf dem Gelände des im Bau befindlichen Erdgasspeichers in Jemgum vor Journalisten und weiteren Gästen – unter ihnen Jemgums Bürgermeister Johann Tempel.

EWE wird in der ersten Baustufe insgesamt sieben Betriebsgebäude und zwei so genannte Verdichterhallen errichten. Sie sind die zentralen Einrichtungen, über die EWE zukünftig Erdgas unter Druck in die Kavernen einlagert und bei Bedarf wieder herausholt. Alle Gebäude werden auf bis zu 20 Meter langen Betonpfählen gegründet, die das Bingumer Spezialunternehmen Schröder in die Erde rammen wird.

„Den Klinker, mit dem die Gebäude verblendet werden, ist angepasst an die anderen Gebäude auf dem Speichergelände. Da dieser Klinker aber nach der Schließung der Ziegelei nicht mehr in Jemgum gebrannt wird, lassen wir den Stein extra nachbilden, um ein einheitliches Erscheinungsbild beizubehalten“, sagte Ralf Riekenberg.

EWE machte bei diesem Termin noch einmal deutlich, dass das Projekt insgesamt unter strengen Umweltschutzauflagen realisiert wird. Diese resultierten unter anderem aus der Tatsache, dass das zukünftige Speichergelände unmittelbar an ein europäisches Vogelschutzgebiet grenzt. Ralf Riekenberg stellte heraus, dass EWE die Auflagen über das geforderte Maß hinaus berücksichtigt. Dazu gehört zum Beispiel, dass Nachtarbeiten unter ökologischer Beleuchtung stattfinden. Außerdem stehen alle Arbeiten unter der Aufsicht eines Biologen.

EWE kooperiert bei diesem Projekt mit dem Energieunternehmen WINGAS aus Kassel. Beide Unternehmen wollen in den nächsten Jahren insgesamt 33 Kavernen im Salzstock Jemgum errichten. EWE plant bis zu 15 und WINGAS 18 Kavernen. Jede Kaverne hat einen Durchmesser von circa 80 Metern bei einer Höhe von bis zu 400 Metern. Im Jahr 2013 wird EWE die ersten Kavernen zum Ein- und Ausspeichern von Erdgas nutzen.



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